Allgemeines
"Migration geschieht. Sie gehört zur Menschheitsgeschichte und der Geschichte des europäischen Kontinents. Migrantinnen / Migranten haben zu allen Zeiten Wichtiges zum Aufbau der europäischen Gesellschaften, ihrer Kultur und Wertegemeinschaft geleistet. Auch die Zukunft wird ihrerseits wieder neu von Migration geprägt sein. In den Prozessen der Globalisierung bildet Migration ein konstitutives Merkmal pluraler, moderner Gesellschaften, von deren Mitgliedern ein immer höheres Maß an Flexibilität und Mobilität erwartet wird."
Liebfrauenberg-Erklärung der Konferenz der Kirchen am Rhein und der beteiligten Kirchen der Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa / Leuenberger Kirchengemeinschaft vom 12.05.2004.
Auch in Deutschland werden Migration und Einwanderung mittlerweile als dauerhaftes Phänomen begriffen. Damit stellen sich Aufgaben der Gestaltung des Zusammenlebens, der Integration, des interkulturellen und interreligiösen Dialogs und der Bewältigung sozialer Fragen nicht mehr als nur provisorische Aufgabe, sondern als bleibende Herausforderung. Der Umgang mit wachsender Vielfalt in unserer Gesellschaft ist eine zentrale gesellschaftliche Zukunftsaufgabe, für die sich Kirche und Diakonie aufgrund ihres Auftrages selbstverständlich mit verantwortlich wissen. Sie treten ein für die Weiterentwicklung einer Kultur der Anerkennung und des friedlichen Umgangs mit Konflikten, einer Kultur des Helfens und des Dialogs und sind sich zugleich bewusst, dass sich Kirche und Diakonie in der Einwanderungsgesellschaft durch eine Öffnung für Menschen und Gemeinden mit Migrationshintergrund auch selbst verändern werden und müssen.
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Interkulturelle Arbeit in Kirche und Diakonie
Die interkulturelle Arbeit in Kirche und Diakonie ist seit dem Jahr 2000 im Landesverband des DWHN gebündelt. Als Bereich Migration und interkulturelles Zusammenleben und über die Interkulturelle Beauftragung der EKHN nehmen wir verschiedene Funktionen und Aufgaben wahr:
Anwaltsfunktion
Als Teil der Zivilgesellschaft und Nicht-Regierungsorganisation machen wir strukturelle und politische Ursachen für Armut und Benachteiligung, für Ausgrenzung oder Diskriminierung zu unserem Thema. Auf unterschiedlichen Ebenen der Gemeinwesen, im Rahmen der Ligen der Wohlfahrtsverbände, der Politik, Öffentlichkeit und im Bildungssektor verstehen wir unsere Praxis immer auch als Advocacy-Beitrag.
Netzwerk-, Service- und Informationsdrehscheibe
Wir verstehen uns als Netzwerker, Service- und Informationsdrehscheibe für unsere Mitglieder und kirchliche bzw. kirchennahe Initiativen, Haupt- und Ehrenamtliche und Selbsthilfegruppen. Wir stehen in Verbindung und stellen Verbindungen her zu einzelnen Einwanderer-Communities und Migrantenorganisationen, Politik und Ministerien der Länder Hessen und Rheinland Pfalz, Experten/innen und Hochschulen, anderen sozialen Diensten, zuständigen Behörden, spezialisierten Rechtsberatern oder Anwälten, Kontaktpartnern in Europa und im weiteren Ausland, anderen Landesverbänden, der EKD und dem DW-EKD.
Projektkoordination und Beratung
Wir unterstützen, koordinieren oder sind Träger von Projekten und Beratungsstellen im Kirchengebiet in Kooperation mit Mitgliedern und regionalen Diakonischen Werken. Dabei partizipieren wir von staatlichen oder europäischen freiwilligen Leistungen und Zuschüssen. Im Rahmen des Subsidiaritätsprinzips kommt es uns darauf an, durch Verantwortungsübernahme in operativen Bereichen als kritischer Gesprächspartner gegenüber Ministerien und staatlichen Behörden ernst genommen zu werden.
Querschnittfunktion
In Hinblick auf die anderen Bereiche und Aufgabenschwerpunkte des DWHN übernehmen wir Querschnittsfunktionen zu Fragen interkultureller Kompetenz und Qualifizierung, Minderheiten- und Menschenrechtsangelegenheiten.
Tagungen und Fortbildungen
Im Sinne einer Denkfabrik bündeln wir verschiedene Kompetenzen, beraten und bedienen die Leitungsgremien, beteiligen uns an aktuellen themengebundenen Diskursen, setzen selbst neue Impulse und sind Ausrichter fachspezifischer Tagungen oder Fortbildungen.
Kontakte in der Landesgeschäftsstelle
Pfr. Andreas Lipsch, Interkultureller Beauftragter der EKHN und des DWHN
Referat Integration und interkulturelles Zusammenleben
Diakonisches Werk in Hessen und Nassau
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 7947 226
Fax: 069 / 7947 992 26
andreas.lipsch@dwhn.de
Hildegund Niebch
Referat Flucht und Migration
Diakonisches Werk in Hessen und Nassau
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 7947 300
Fax: 069 / 7947 993 00
hildegund.niebch@dwhn.de
Interkulturelles Leitbild DWHN (Interkulturelle Orientierung und Öffnung der Diakonie) Broschüre als PDF Datei 50KB
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Flüchtlings- und Asylarbeit
Nach Schätzungen des UNOHochkommissariats für Flüchtlinge sind weltweit zur Zeit 67 Millionen Menschen auf der Flucht, oder leben in flüchtlingsähnlichen Situationen. Die überwiegende Mehrheit sucht Aufnahme und Schutz in Nachbarregionen. Nur ein geringer Teil gelangt nach Europa. In Deutschland beantragten im Jahr 2008 rund 22.000 Menschen Asyl. Die Abgrenzungen zwischen "freiwilliger" Migration und "erzwungener" Flucht verschwimmen zunehmend. Migration, die aufgrund von Globalisierung, Existenzbedrohung und Umweltkatastrophen geschieht, lässt sich nicht immer eindeutig zuordnen. Die Zunahme von Menschen, die hier ein Auskommen finden ohne dass sie ein Aufenthaltsrecht haben, zeigt die Doppelbödigkeit im Umgang mit Illegalisierten: Nutznießer und Verlierer gibt es auf allen Seiten.
Grundlagen
Die Hilfe für Flüchtlinge und Asylsuchende geschieht auf dem Hintergrund, dass der Fremde in der biblischen Tradition durch die Geschichte des Volkes Israel hindurch nicht nur ein Gegenüber diakonischer Verantwortung ist, sondern konstitutiver Bestandteil der eigenen Identität. "Ein umherirrender Aramäer war mein Vater ..." (5. Mose 26, 5-10). In diesem Bekenntnis wird daran erinnert, dass die Fremdheit zur eigenen Geschichte und in Israel ganz wesentlich zur eigenen Identität als Volk Gottes gehört. (So auch "Miteinander Leben", Rahmenkonzeption für die Arbeit der Diakonie mit Migrantinnen und Migranten, 1997)
Aus dieser Solidarität ergibt sich die kirchliche Beistandspflicht für Bedrängte, wenn sie in ihren Menschenrechten verletzt werden. Diese Anwaltsfunktion im Spannungsverhältnis zwischen kirchlichem Auftrag und staatlichen Vorgaben kann auch zu Konflikten mit staatlichen Stellen führen.
Dabei werden Flüchtlinge als Partner gesehen und nicht zum Objekt unseres Handelns gemacht.
Unser Angebot
• Beratung von Multiplikatoren
• Fortbildungen
• Stellungnahmen zu relevanten Themen
• Politische Lobbyarbeit
• Finanzielle Hilfen in Einzelfällen
• Vernetzung, Koordination im Bereich der EKHN bzw. der Dekanate
• Begleitung und Beratung von Menschen in Abschiebungshaft
• Einzelfallberatung, Gruppenarbeit und psychosoziale Beratung,
sowie Hilfe bei Familienzusammenführung in den
regionalen Diakonischen Werken
• Gemeinwesenarbeit
• Öffentlichkeitsarbeit.
Finanzierung und Perspektive
• Für die Flüchtlings- und Asylarbeit des DWHN stehen keine Landesmittel oder kommunale Mittel zur Verfügung. Eine Ausweitung, die aufgrund neuer Herausforderungen nötig ist, kann perspektivisch nur in Kooperation mit anderen und in Form von Projekten geschehen.
• Auf diese Weise gibt es seit zwei Jahren in der Abschiebungshaft in Ingelheim eine Verfahrens- und Rechtsberatung in Verbindung mit einem Rechtshilfefonds in Trägerschaft von DWHN und DiCV Mainz.
• In der Erstaufnahmeinrichtung für neu ankommende Asylsuchende in Gießen unterstützt das DWHN die Verfahrensberatung des Hessischen Flüchtlingsrates
• Seit 2006 ist das DWHN am ökumenischen Projekt "Abschiebebeobachtung am Flughafen Frankfurt" beteiligt. Seit 2009 koordiniert das DWHN das Projekt "Netzwerk in der Abschiebebeobachtung in Deutschland".
Beratungsstellen
Diakonisches Werk Darmstadt - Dieburg
Zweifalltorweg 10
64293 Darmstadt
Tel.: 06151 / 926 0 - Zentrale
paraskevaidou@dw-darmstadt.de
Diakonisches Werk Gießen
Gartenstr. 11
35390 Gießen
Tel.: 0641 / 932 28 - 0 - Zentrale
william.henderson@diakonie-giessen.de
Diakonisches Werk Mainz-Bingen
Kaiserstr. 56
55116 Mainz
Tel.: 06131 / 2189 412 - Zentrale
i.schmoldt@diakonie-mainz-bingen.de
Sprechstunden erfragen Sie bitte unter den angegebenen Telefonnummern.
Koordination in der Landesgeschäftsstelle des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau:
Hildegund Niebch
Referat Flucht und Migration
Diakonisches Werk in Hessen und Nassau
Ederstr. 12
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 7947 300
Fax: 069 / 7947 993 00
hildegund.niebch@dwhn.de
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Migrationsdienste
In unseren regionalen "Fachstellen für Migration und interkulturelle Arbeit" können sich Bürger ausländischer Herkunft in sozialen Fragen der Integration unabhängig beraten lassen. In verschiedenen regionalen Diakonischen Werken gibt es unterschiedliche Schwerpunktsetzungen, z.B. Kooperation mit psychosozialen Fachstellen, Seniorengruppen, Angebote für Frauen u.a. Darüber hinaus können andere soziale Dienste Fragen interkultureller Problemlösungen in Kooperation mit diesen Stellen bearbeiten.
In der Einzelberatung können Migrantinnen und Migranten, die einen auf Dauer angelegten Aufenthalt in Deutschland haben oder anstreben, Beratung bzw. Vermittlung zu geeigneten Stellen im Zusammenhang der Neueinreise, des Familiennachzuges, des Aufenthaltes in Deutschland und bei einer geplanten Rückkehr erhalten. Bei Verständigungsproblemen oder Konflikten mit Behörden oder Diensten, im Wohnumfeld oder am Arbeitsplatz suchen wir mit Ihnen nach konstruktiven Lösungen.
Wir helfen weiter, wenn amtliche Schreiben oder Auskünfte von Ämtern und Behörden nicht verstanden werden oder helfen bei der Beurteilung von Perspektiven, wenn Entscheidungen zu treffen sind. Wir bitten aber um Verständnis, dass Übersetzungen und Dienstleistungen, die in den Aufgabenbereich anderer Stellen fallen, von unseren Beratern und Beraterinnen nicht übernommen werden können.
Grundlagen
Das Arbeitsgebiet hat sich aus ehemaligen "Ausländersozialberatungsstellen" entwickelt, die ihre Ursprünge in der Zeit der Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer und ihrer Familien hatten, und aus den Beratungsstellen für Spätaussiedler/innen. Heute sind nationalitätenübergreifende Angebote, die auch unabhängig von der Religionszugehörigkeit sind, maßgeblich. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind entsprechend qualifiziert und bringen in der Regel Kenntnisse mindestens einer Herkunftssprache ein.
Konzeptionelle Grundlagen unserer Arbeit sind die "Grundsätze für Aufgaben, Arbeitsweise und Organisation der Sozialberatung für in Deutschland lebende Ausländerinnen und Ausländer in der Trägerschaft von Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege", die Rahmenkonzeption für die Arbeit der Diakonie mit Migrantinnen und Migranten "Miteinander leben" und die Konzeption Migration, Integration und interkulturelles Zusammenleben. Diakonie und kirchliche Praxis in globaler Verantwortung des Bereichs Migration und Interkulturelles Zusammenleben im DWHN (siehe unter Publikationen, dort auch der Beitrag "Migrationssozialarbeit im DWHN").
Finanzierung
Der Bund fördert diese Arbeit im Rahmen einer Migrations-Erstberatung für erwachsene Zuwanderer.
Das Land Hessen stellt hierfür keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Die Arbeit für eine "nach-holende Integration", Gruppenarbeit, interkulturelle Qualifizierung anderer Dienste, gemeinwesenorientierte Projekte u.a. werden aus kirchlichen Mitteln finanziert.
Unser Angebot
Als soziale Hilfsorganisation der evangelischen Kirche suchen wir für und mit Migranten/innen, Spätaussiedler/innen und deutschen Staatsbürger/innen nach Wegen integrativen Zusammenlebens. Wir verstehen unsere Angebote als Beitrag zu mehr Gerechtigkeit durch:
• Information, Bildung und Beratung
• Hilfen zur Durchsetzung vorhandener Rechte,
• Schutz vor Diskriminierungen
• Anstrengungen, Menschenrechte zu realisieren.
Unsere Beratungsangebote richten sich an:
• Einwanderinnen, Einwanderer
• Ausländer mit auf Dauer angelegtem Aufenthalt, Spätaussiedler/innen
• Eingebürgerte Migranten/innen
• Flüchtlinge und Asylsuchende
• Bürgerkriegsflüchtlinge
• Spätaussiedler
• Minderheiten ausländischer Herkunft
• Menschen ohne Aufenthaltsrecht.
In unseren Angeboten für Einzelne, Familien, Gruppen oder Mitgliedseinrichtungen geht es um eigenverantwortliche Lebensgestaltung:
• Integrationsberatung / Migrations-Erstberatung
• Konstruktive Konfliktlösungen
• Information, Beratung und Vermittlung
• Vorsorge bei der Planung des weiteren Aufenthaltes oder der Rückkehr
• Hilfen in Krisensituationen
• Erkennen und Entwickeln eigener Fähigkeiten.
Für uns zählt der ganze Mensch unabhängig von Pass und Herkunft. Grundsätzlich stehen unsere Dienste, Einrichtungen und Beratungsstellen allen Migrantinnen und Migranten unabhängig vom Aufenthaltsstatus zur Verfügung.
Beratungsstellen:
Diakonisches Werk Bergstraße
Riedstraße 1
64625 Bensheim
Tel.: 06251 - 10 72 0
u.mayr@diakoniebergstrasse.de
Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg
Zweifalltorweg 10
64293 Darmstadt
Tel.: 06151 - 926 0
paraskevaidou@dw-darmstadt.de
Diakonisches Werk Gießen
Gartenstr. 11
35390 Gießen
Tel.: 0641 - 93 228 22
natalie.weidner@diakonie-giessen.de
Diakonisches Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim
Schulstr. 17
Groß-Gerau
Tel.: 06251 - 1072-24
Fax: 06251 - 1072-52
a.liakidis@diakonie-kreisGG.de
Diakonisches Werk Odenwald
An der Alten Schule 4
64732 Bad König-Zell
Tel.: 06063 - 95 98 15
b.monazah@dw-odw.de
Diakonisches Werk Offenbach/Dreieich
Karlstr. 58
63065 Offenbach
Tel.: 069 - 829770-23
migrationsberatung@diakonie-of.de
Diakonisches Werk Westerwaldkreis/Westerburg
Hergenrotherstr. 2
56457 Westerburg
Tel.: 02663 - 9430 - 41
k.klein@diakonie-westerwald.de
Diakonisches Werk Worms-Alzey
Seminariumsgasse 4-6
67547 Worms
Tel.: 06241 - 920 29 -21
migration@dwwa.de
Evang. Zentrum für Beratung und Therapie
Eschersheimer Landstr. 567
60431 Frankfurt am Main
Tel.: 069 - 5302-293
migrantenberatung@erv-frankfurt.de
Sprechstunden erfragen Sie bitte unter den angegebenen Telefonnummern oder nach Vereinbarung.
Die Adressen der Jugendmigrationsdienste, über die spezielle Integrationsmaßnahmen für jugendliche Migranten/innen und Spätaussiedler/innen angeboten werden, erfahren Sie über unseren Bereich Kinder, Jugend, Frauen unf Familie.
Koordination in der Landesgeschäftsstelle
Pfr. Andreas Lipsch, Interkultureller Beauftragter der EKHN und des DWHN
Referat Integration und interkulturelles Zusammenleben
Diakonisches Werk in Hessen und Nassau
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 7947 226
Fax.: 069 / 7947 992 26
andreas.lipsch@dwhn.de
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Schülerhilfen
Für Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien, Aussiedlerkinder, Kinder aus Flüchtlingsfamilien und deutsche Kinder gibt es seit über 30 Jahren Hausaufgabenhilfen.
Zur Zeit beraten und unterstützen wir 23 Initiativgruppen mit 200 Honorarkräften und ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die regelmäßig im Anschluss an die Schule oder am Nachmittag über 800 Kinder sozialpädagogisch betreuen.
Neben Nachhilfe bieten viele Gruppen auch Freizeitangebote an.
Finanzierung
Die Arbeit wird aus Mitteln des Hessischen Kultusministerium als schulische Integrationsmaßnahme unterstützt und ansonsten aus kirchlichen Mitteln finanziert.
Einige Trägergruppen fordern einen kleinen Elternbeitrag von Euro 5,00 pro Monat.
Unser Angebot
Die zuständige Referentin des DWHN koordiniert und begleitet die Arbeit und bietet u.a. Fortbildungsseminare für Multiplikatoren/innen zu praxisnahen Themen an.
Interessierte Helfer und Helferinnen, die im Rahmen freiwilliger sozialer Arbeit ehrenamtlich Interesse an einer verantwortungsvollen und interessanten Mitarbeit haben, vermitteln wir gerne an die Gruppen weiter.
2003 haben wir in Kooperation mit dem Institut für Sozialpädagogik der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt ein Praxisforschungsprojekt zum Thema "Bildungsräume Eine Evaluation außerschulischer Hilfen für Schülerinnen und Schüler aus Immigrantenfamilien" durchgeführt. (siehe Publikationen)
Kontakt in der Landesgeschäftsstelle
Hildegund Niebch
Referat Flucht und Migration
Diakonisches Werk in Hessen und Nassau
Ederstr. 12
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 7947 300
Fax: 069 / 7947 993 00
hildegund.niebch@dwhn.de
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Interkulturelle Frauenprojekte
Interkulturelle Mädchen- und Frauenarbeit begann mit ersten Projekten Anfang der achtziger Jahre, als für Migrantinnen Angebote der Beratung, Freizeitgestaltung und Ausbildungsmöglichkeiten entwickelt wurden. Die Fachreferentin für interkulturelle Frauenarbeit im DWHN war Mitbegründerin des ersten Mädchenarbeitskreises der freien Träger im Rhein-Main-Gebiet.
Unser Angebot
• Fachliche Beratung für Multiplikatorinnen
• Seminare für Migrantinnen, in denen sich Frauen mit Migrationsfolgen intensiv auseinandersetzen können
• Finanzielle Unterstützung aus einem Hilfsfonds zur Durchführung interkultureller Frauenprojekte und Einzelfallhilfen für Migrantinnen.
Kontakt in der Landesgeschäftsstelle
Martha Prassiadou-Kara
Fachreferentin für Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer und interkulturelle Frauenarbeit.
Diakonisches Werk in Hessen und Nassau
Ederstr. 12
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 7947 218
Fax.: 069 / 7947 249
E-Mail: martha.prassiadou-kara@dwhn.de
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Ausländische Studierende, ausländische Ausbildungssuchende
Das DWHN verwaltet entwicklungsbezogene Ausbildungsbeihilfen und Beihilfen für Studierende aus Entwicklungsländern, aubildungssuchende Ausländer(innen einschließlich Flüchtlingen.
Anfragen und Anträge richten Sie bitte an die örtlichen Evangelischen Studentengemeinden Ihres Studienstandortes.
Kontaktadresse in der Landesgeschäftsstelle:
Jutta Weilbächer
Dikonisches Werk in Hessen und Nassau
Ederstraße 12
Tel.: 069 - 7947 216
Fax.: 069 - 7947 99 216
E-mail: jutta.weilbaecher@dwhn.de
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Flüchtlingsseelsorge
Flüchtlingsseelsorge ist Seelsorge an Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, weil sie dort keine hinreichenden Lebensperspektiven mehr sehen konnten. Sie ist ein Angebot an Asylsuchende und an Menschen, die keinen festen Aufenthaltsstatus in Deutschland haben. Asylsuchende sind eine strukturell benachteiligte Gruppe in unserer Gesellschaft. Sie unterliegen zahlreichen rechtlichen und sozialen Beschränkungen. Angst und Unsicherheit sind Grundgefühle dieser Menschen: Angst aufgrund des Erlebten, Angst vor einer möglichen Rückkehr, Unsicherheit angesichts des unbekannten Aufnahmelandes und der eigenen Lebensperspektiven. Flüchtlingsseelsorge möchte diesen Menschen von ihrer Ankunft bis zu einem gesicherten Aufenthalt, notfalls bis zu ihrer Ausreise oder Abschiebung, beistehen. Sie begleitet Menschen auf einem Stück ihres Lebensweges.
Grundlagen
Die in der Bibel immer wieder beschriebenen Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und Asyl bestimmen wesensmäßig das Selbstverständnis der Kirchen. Das Gebot der Fremdenliebe und der Glaube an die Gottebenbildlichkeit aller Menschen verpflichten Christinnen und Christen in besonderer Weise zur Solidarität mit Menschen, die ihr Heimatland gezwungenermaßen verlassen mussten und bei uns Schutz und eine neue Lebensperspektive suchen. Grundlage für unsere Arbeit ist unter anderem das gemeinsame Wort der Kirchen zu den Herausforderungen durch Migration und Flucht "...und der Fremdling, der in deinen Toren ist" (1997).
Unser Angebot
• Beratung und Seelsorge im Einzel- und Familiengespräch
• Gottesdienste mit und für Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften,
Aufnahme- und Ausreiseeinrichtungen, Kirchengemeinden
• Beratung in asyl- und ausländerrechtlichen Fragen
• Beratung von Kirchengemeinden, Dekanaten, Propsteien
• Herstellung von Kontakten zu Kirchengemeinden
• Begleitung von Ehrenamtlichen
• Vermittlung zu Beratungseinrichtungen
• Informationsveranstaltungen in Kommunen und Kirchengemeinden
• Begleitung bei Ämtergängen.
Pfarrstellen für Flüchtlingsseelsorge:
Ev. Flüchtlingsseelsorge in der EKHN, Region Nord
Pfr. Hermann Wilhelmy
Lonystraße 13
35390 Gießen
Tel.: 0641 / 7 94 96 40
Fax: 0641 / 7 94 96 49
E-mail: ev.fluechtlingsseelsorge.giessen@ekhn-net.de
Ev. Flüchtlingsseelsorge in der EKHN, Frankfurt / Rhein-Main
Pfrin Irene Derwein
Ev. Flughafen-Seelsorge
Gebäude 201 A
Hausbriefkasten 243
60549 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 690 630 59
E-mail: irene.derwein@diakonischeswerk-frankfurt.de
Ev. Flüchtlingsseelsorge in der EKHN / Region Süd
Pfr. Peter Oldenbruch
Kleine Hohl 28
55263 Wackernheim / Mainz
Tel.: 06132 / 433 270
E-mail: info@propastoral.de
Koordination in der Landesgeschäftsstelle
Pfr. Andreas Lipsch, Interkultureller Beauftragter der EKHN und des DWHN
Referat Integration und interkulturelles Zusammenleben
Diakonisches Werk in Hessen und Nassau
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 7947 226
Fax.: 069 / 7947 992 26
andreas.lipsch@dwhn.de
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Publikationen
Broschüre ermutigt zur Hilfe für Menschen ohne Aufenthaltspapiere (PDF Datei 180 KB)
EKD Texte Zum Umgang mit Menschen ohne Aufenthaltspapiere (PDF Datei 590 KB)
Manifest Illegale Zuwanderung für eine differenzierte und lösungsorientierte Diskussion (PDF Datei 95 KB)
Resettlementbroschüren (pdf Datei ca 1,3 MB)
Internetdokumentation zur Fachtagung Dublin II Verordnung
1. Einladungsflyer für den 17.12.07 (pdf Datei 500 KB)
2. Einführungstext in die Internetdokumentation (pdf Datei 11 KB)
3. Referate bzw. Powerpointpräsentation der eingeladenen ReferentInnen:
